Zwei Deutsche Meisterschaften auf einen Streich
Vom 28.08-30.08.2026 richtete Tura Bremen Kanusport bereits zum 3. Mal das „Bubblefest“ für Squirtboater aus. Die Besonderheit in diesem Jahr lag darin, dass zusätzlich zur bereits in den Vorjahren ausgerichteten Deutschen Meisterschaft im Mystery Move auch die Deutsche Meisterschaft im Kanufreestyle in der Bootsklasse Squirt ausgetragen wurde.
Am Samstag, den 29.08 begann der erste Wettkampftag bereits früh am Morgen und es herrschte große Anspannung unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, da an diesem Tag sowohl der/die Deutsche Meister/Meisterin ermittelt wurden als auch entschieden wurde, wer die drei männlichen und weiblichen Startplätze bei der Kanufreestyle WM im spanischen Sort im kommenden Jahr belegt.
Bereits in den Vorläufen zeigte sich, dass die Strömungsverhältnisse an diesem Wochenende perfekt für die Wettkämpfe geeignet waren, da Springtide und damit starke Strömung herrschte. Dies führte dazu, dass Mystery Moves hinter dem Brückenpfeiler der Eisbahnbrücke in Bremen-Burg sehr gut auszuführen waren. Das Kehrwasser hinter dem Brückenpfeiler war hierdurch jedoch stark verwirbelt, was die auszuführenden Flachwassermoves besonders anspruchsvoll machte.
Im anschließenden Finale der Damen lieferten sich Nele Barwich (KCWD), Ramona Woronow vom Kanu Club Rheintreue Homberg und die Ressortleiterin Kanufreestyle des DKV, Andrea Hacker, ein spannendes Triell. Unter den geschulten Blicken des Kanufreestyle Nationaltrainers und Headjudges Reimar Staufenberg wurde bei allen Damen der beste Lauf aus drei Versuchen gewertet. Andrea Hacker belegte den dritten Platz, Ramona Woronow gewann die Silbermedaille und Nele Barwich konnte mit einem neuen Deutschen Rekord von 603 Punkten einen weiteren Deutschen Meistertitel gewinnen.

Das Damenpodium der Deutschen Kanufreestyle Meisterschaft
von links nach rechts: Ramona Woronow, Nele Barwich und Andrea Hacker.
Im Herrenfinale starteten Mirco Huntemann vom WSV Warturm, Andreas Leitmann vom WSV Osnabrück, Finn Krössig und Mike Lochny von Tura Bremen und der extra aus Exeter in Großbritannien angereiste Mystery Move Experte Tom Bailey. In ihren jeweils drei Finalläufen zeigten die Herren spektakuläre Moves und lieferten sich einen engen Wettkampf. Tom Bailey glänzte mit 15 Sekunden langen Tauchgängen, doch zeigte weniger komplexe Oberflächentricks, so dass er vor Mirco Huntemann auf dem vierten Platz landete. In allen drei Läufen lagen Finn Krössig und Andreas Leitmann sehr dicht beieinander, letztlich konnte Andreas Leitmann jedoch mit 1875 Punkten und somit nur 75 Punkten Vorsprung auf Finn Krössig, den zweiten Platz belegen. Mike Lochny konnte den Trainingsvorteil an seinem Homespot ausnutzen und stellte gleich zwei Mal in Folge einen neuen Deutschen Rekord in dieser Disziplin auf. Mit 2330 Punkten gewann er bereits zum 8. Mal den Titel des Deutschen Meisters im Freestyle Squirt!

Das Herrenpodium der Kanufreestyle DM im Squirtboot
Von links nach rechts: Andreas Leitmann, Mike Lochny und Finn Krössig.
Am Sonntagmorgen folgte direkt die zweite Deutsche Meisterschaft an diesem Wochenende. An diesem Tag ging es um den Titel Deutsche(r) Meister(in) im Mystery Move. Anders als am Vortag zählten hier nur möglichst lange Tauchgänge im Kajak und keine anderen Akrobatikfiguren. Alle Teilnehmenden hatten insgesamt 8 Versuche, von denen die besten vier zusammenaddiert wurden. Die längste Gesamttauchzeit aus diesen 4 besten Mystery Moves führte zum Sieg in der Kategorie Bubblefest und der jeweils längste Tauchgang wurde mit dem Titel Deutsche(r) Meister(in) im Mystery Move belohnt.
Im Vergleich zu den Vorjahren konnten insgesamt deutlich längere Mystery Moves bestaunt werden. Bei den Damen belegte Andrea Hacker in beiden Wertungen den dritten Platz hinter Ramona Waronow. Nele Barwich konnte sich erneut durchsetzen und wurde somit auch Deutsche Mystery Move Meisterin.
In der Herrenwertung der 4 besten Mystery Moves addiert landete Finn Krössig mit 42 Sekunden Gesamttauchzeit hinter dem Briten Tom Bailey, der mit 57 Sekunden knapp unter einer Minute landete. Mike Lochny konnte seine Vorjahresleistung nochmasl deutlich verbessern und gewann diese Kategorie mit einem neuen Bestwert von 75 Sekunden. In der Deutschen Mystery Move Meisterschaft belegte Tom Bailey mit einem 15 sekündigen Tauchgang den dritten Platz vor Finn Krössig, der es auf 17 Sekunden schaffte. Mike Lochny konnte erneut die 20 Sekunden Marke aus dem Vorjahr knacken und sicherte sich zum 3. Mal den Titel des Deutschen Mystery Move Meisters.

Das Herrenpodium der Deutschen Mystery Move Meisterschaft: von links nach rechts: Finn Krössig, Mike Lochny und Tom Bailey
Tura Bremen Kanusport dankt allen Helferinnen und Helfern, die für eine perfekte Organisation dieses Events gesorgt haben und gratuliert allen Teilnehmerinnen und Teílnehmern.
Das vierte Bubblefest von Tura-Bremen wird vom 03.-05.09.2027 stattfinden.





Trackbacks & Pingbacks
[…] Zwei Deutsche Meisterschaften auf einen Streich – Tura Kanusport […]
Kommentare sind deaktiviert.