Doppelerfolg für TURA Squirtboater beim Weltcup
Vom 22. – 26. Juni 2026 fand im südfranzösischen Millau der Weltcup im Kanufreestyle statt. 100 Sportlerinnen und Sportler aus 15 Nationen traten in den unterschiedlichen Bootsklassen gegeneinander an. Für TURA Bremen Kanusport und den Landeskanuverband Bremen starteten Finn Krössig und Mike Lochny im Squirtboot.
Zunächst folgten 3 Tage intensiven Trainings für die TURAner. Der Squirtspot stellte sich von der Wassertiefe als gut geeignet für die in dieser Disziplin so wichtigen Mystery Moves (komplettes Abtauchen von Boot und darin sitzenden Paddlern) heraus. Die Ausführung der verschiedenen Moves (unterschiedlich schwierige Tricks mit einer bestimmten Punktzahl bewertet) war in dem turbulenten Kehrwasser jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, so dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich hier erstmal an den unbekannten Spot anpassen mussten.
Am zweiten Wettkampftag qualifizierten sich sowohl Finn Krössig als auch Mike Lochny für das Finale am 26. Juni. An diesem Tag wurden insgesamt 3 Wettkampfläufe zu je 60 Sekunden Dauer gefahren, von denen die beiden besten gewertet wurden. Mike Lochny zeigte zunächst einen durchwachsenen und im Anschluss einen guten Lauf und lag mit insgesamt 2096,66 Punkten auf dem dritten Platz. Finn Krössig zeigte zwei sehr gute Läufe und musste sich mit sehr starken 3353,34 Punkten nur dem mehrfachen Vizeweltmeister Alex Edwards aus Großbritannien geschlagen geben.

Finn zeigt den Judges deutlich, dass er das Paddel zur Ausführung des Tricks nicht einsetzt
Foto Dee Paterson
Neben den drei oben genannten Squirtbootern landeten noch das norwegische Multitalent Noah Pedersen und der kanadische Mystery Move Experte Marc Richard auf den heißbegehrten 5 Finalplätzen.
Am dritten Wettkampftag erreichte die Spannung zum Squirtbootfinale dann ihren Höhepunkt. Mike Lochny konnte seine Leistungen vom Vortag nochmals deutlich steigern und erreichte im besten aus drei Durchgängen 1546,67 Punkte, was ihm die Bronzemedaille einbrachte.
Noch besser machte es Finn Krössig an diesem Tag, der mit 1753,33 Punkten nur knapp hinter Alex Edwards landete und sich nach 2024 in Plattling nun bereits zum zweiten Mal eine Silbermedaille der Internationalen Canoe Federation sicherte.
Für die langjährigen Trainingspartner Finn und Mike geht ein großer Wunsch in Erfüllung, erstmals gemeinsam auf dem Podium bei einer internationalen Veranstaltung.

Das Podium der Squirtbootherren. Von links nach rechts: Finn Krössig, Alex Edwards und Mike Lochny
Foto Reimar Staufenberg
Doch für die TURA Squirtbooter bleibt keine Zeit sich auf diesem Erfolg auszuruhen. Im nächsten Jahr findet die Kanufreestyle Meisterschaft zum dritten Mal nach 2001 und 2019 im spanischen Sort statt. Mike nutzte die Nähe zu Millau, um anschließend an einem internationalen Trainingslager in Sort als Vorbereitung auf die anstehende WM teilzunehmen. Kaum ein Mysteryspot weltweit bietet so klare Wasserbedingungen wie dieser.

Der Austragungsort der Kanufreestyle Weltmeisterschaft 2027 Sort in Spanien
Foto Raquel Gallardo Fernandez
Nach all diesen internationalen Erfahrungen liegt das letzte Saisonhighlight direkt vor der Haustür von TURA-Bremen Kanusport. Zum dritten Mal in Folge findet in diesem Jahr das Bubblefest auf der heimischen Lesum statt. TURA-Bremen Kanusport wird dieses Mal als ausrichtender Verein für den Deutschen Kanuverband am Samstag, den 29. August die Deutsche Meisterschaft im Kanufreestyle in der Bootsklasse Squirt organisieren. Von ca. 9-12 Uhr werden an diesem Tag die Deutsche Meisterin und der Deutsche Meister im Freestyle Squirt ermittelt. Die Veranstaltung findet unter der Eisenbahnbrücke in Bremen-Burg statt. Zuschauerinnen und Zuschauer sind herzlich willkommen und können spektakuläre Figuren und Tauchgänge beobachten. Am Sonntag, den 30. August findet gleich die nächste Deutsche Meisterschaft am selben Austragungsort statt (9.30-12.30 Uhr), diesmal geht es um die Deutsche Meisterin, den Deutschen Meister im Mystery Move. Hier geht es anders als am Vortag nur um ein möglichst langes Abtauchen und nicht um zusätzliche Tricks, die ausgeführt werden müssen.








