Bereits seit längerem stand Cuxhaven-Helgoland auf Ralfs und meiner Touren Wunschliste. Zusammen hatten wir bereits mehrere längere Touren im Nordseebereich durchgeführt und wussten um die Ausdauer und Verlässlichkeit des Anderen.

Am Mittwoch, dem 17. Juni bekomme ich Abends eine E-mail von Ralf. In seiner gewohnten Knappheit schreibt er nur “Ich sehe ein Zeitfenster”. Mit Windfinder sehe ich mir die Vorhersage für die Deutsche Bucht an. Für die Gezeiten von Cuxhaven öffne ich dann meine App Wattpaddler. Die Lage ist eindeutig, meine Antwort kommt denn auch postwendend und genauso knapp: “Start Sonntag 1300 Cux, Montag zurück”.

Damit stand unser Plan, ohne das Ziel auch nur zu nennen: Der Sonntag würde schwachwindig aus südlicher Richtung sein und am Montag würde der Wind auf NW drehen und auf 3 bis 4 auffrischen. Eine See bis zu 1 m würde uns dabei heimwärts schieben. Besser geht es nicht! 🙂

Die Tour verlief denn auch wie geplant. Nachdem wir bei Neuwerk die enge aber stark befahrene Elb-Fahrrinne gequert hatten, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Wrack der Ondo am Großen Vogelsand. Kurz vor Helgoland heißen uns die typischen Helgoländer Vögel, tollpatschig flatternde Lummen und eindrucksvolle Basstölpel, willkommen. Als wir die Insel gegen 21:00 erreichen liegt sie wie ausgestorben, auf unserer Passage sehen wir nur eine handvoll Menschen. Auf der Rückfahrt mussten wir etwas improvisieren, als 10 km südlich von Helgoland Ralfs Steuerleine brach.

Hier ein Artikel vom 25. Juni, mit freundlicher Genehmigung  der Cuxhavener Nachrichten. Zufällig war gerade ein Reporter vor Ort als wir anlandeten, der über das rätselhafte Fischsterben schreiben wollte. Ein paar Fehler haben sich im Interview eingeschlichen. So gab es natürlich keine Sandbank. Die Gesamtdistanz betrug 136km.

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