ein Bericht von Alke Rockmann

 

2020 war bislang ein Jahr voller Turbulenzen, Aufregendem und schöner Dinge. Ähnlich verlief die diesjährige Lampionfahrt. Circa 35 Paddler nahmen daran teil. Wie immer war ein Boot schöner als das andere geschmückt und auch das Drachenboot war, mit Masten versehen, mit von der Partie. Die Hinfahrt verlief friedlich ohne größere Turbulenzen und teilweise sonnig. In Dammsiel teilte sich dann die Gruppe auf: Einige schleusten in die kleine Wümme, andere nahmen ihre Boote direkt am vorderen Anleger aus dem Wasser. Anschließend wurden draußen unter Schirmen, in der noch recht milden Abendluft, geschlemmt. Es gab Hirsch-Chili, Linsensuppe und andere neue Dammsiel-Spezialitäten – natürlich durften auch die klassischen Bratkartoffeln nicht fehlen.

Nachdem sich alle gestärkt hatten, sollte die Rückfahrt angetreten werden. Kerzen und Lichter an – und los geht’s? Nein, das wäre zu einfach gewesen. Der Schleusenwärter tauchte nicht auf… Nach dreimaligen Nachfragen, frösteln im mittlerweile recht stark eingesetzten Regen, erbarmte sich eine Kellnerin und betätigte die Schleuse. Beschaulich und ruhig ging es dann durch die dunkle Nacht zurück. Doch plötzlich erschreckte ein mehrstimmiger Aufschrei die friedlichen Paddler. Wie in Zeitlupe brach ein aufgestellter Mast nach dem anderen beim Drachenboot ab und fiel mit leisem Platschen ins Wasser. Die Geisterhände, die dies verursacht hatten, waren die ausladenden Äste der tief hängenden Weiden in Ufernähe. Der Schreck im Boot war ziemlich groß und es gab auch einige kleinere Blessuren. Zum Glück waren die Stangen ja zwischen den Paddlern angebracht gewesen, sodass die meisten nur gestreift wurden. Die Masten konnten aus dem Wasser gerettet werden, denn die kleinen Lampione brannten auch da fröhlich weiter. So endete die Lampionfahrt diesmal für einige Beteiligten etwas schneller als geplant. Der Schrecken wurde zum Abschluss noch mit einem Bier begossen, bevor alle wieder auseinander gingen. Er hat diesen Abend für alle Beteiligten zu einer unvergesslichen Lampiontour gemacht – wie auch das ganze Jahr 2020 unvergesslich bleiben wird.

 

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